Vortrag Stadtentwicklung Sindelfingen Januar 2019

Wir machen den Versuch, Ihnen ein Prinzip vorzuschlagen, wie wir in Sindelfingen schnell anfangen könnten, etwas für die Attraktivität der Innenstadt zu tun.

Am Anfang steht aber unsere etwas verzweifelte Frage: „Wieso sieht denn unsere Innenstadt so aus, wie sie aussieht?“ Wir fragen deshalb, weil wir in einer Stadt von 65 000 Einwohnern leben, in der sich außergewöhnlich moderne Industrieanlagen befinden, die keine Konkurrenz weltweit scheuen müssen; wo dadurch seit einigen Jahren enorme Steuereinnahmen generiert werden; wo die Beschäftigtenstruktur eine weit überdurchschnittliche ist; und wo dadurch eine enorme Kaufkraft vorhanden ist. Vielleicht kennen Sie diese eindrucksvollen Kaufkraftzahlen ja schon, die Sindelfingen an der Spitze einer der reichsten Regionen Europas zeigen.

So. Und dann eine Innenstadt, die eher aussieht wie die ausgezehrte Situation einer abseits gelegenen  Provinzstadt, die es z.B. nicht geschafft hat, Einkaufspassagen zu integrieren; oder: ihr Stadtzentrum gestalterisch aufzuwerten; auch eine unverwechselbare Architektur zu initiieren, die Stolz und Identifikation schafft; bewusst eine Aufenthaltsqualität zu schaffen, die über das Aufstellen von Sitzbänken hinausgeht.

Sie kennen alle die Folgen: fehlende Käufer-, Besucher- und Touristenfrequenzen; eine sehr problematische Situation des Einzelhandels; auffallende Leerstände in der Innenstadt; fehlender überregionaler Bekanntheitsgrad; kein Abend- und Nachtleben; fehlende Attraktivität vor allem für junge Leute; Hilflosigkeit in der Erarbeitung eigenwilliger Stadtwelten, die gegenüber dem Magneten Breuningerland bestehen könnten.

Das ist es also, was uns umtreibt.

Unsere eigene Ursachenanalyse führt uns erst einmal zu der öffentlichen, bundesweiten Debatte der letzten Jahre: Die fordert für das langfristige wirtschaftliche Wachstum einer Stadt eine hohe gestalterische, eine hohe bauliche und eine hohe Umweltqualität. Und für diese Qualitäten ist vor allem zuerst die jeweilige Stadtverwaltung zuständig – und diese müssen wir also in den Mittelpunkt unserer Analyse stellen.

Aus dieser Analyse erwächst die Grundlage unserer Position: Die Stadt Sindelfingen muss mit vielfältigen Aktivitäten in Vorleistung gehen, um die gerade genannten Ziele erreichen zu können. Das Hoffen und Warten und auch Suchen z.B. nach Geschäften, die der Innenstadt eine neue zusätzliche Qualität bringen sollen – das wird nicht funktionieren  – wir haben´s ja bisher erlebt! Und zwar: Weil nicht zu erkennen ist, ob die Stadt intensiv daran arbeitet, mit erkennbarem Engagement und hohem Aufwand die unbefriedigende Situation Schritt um Schritt anzupacken und zu verbessern. Und wenn das nicht zu erkennen ist, werden mögliche Interessenten abwinken, weil die Ausgangslage nicht attraktiv zu sein scheint.

Nein, die Stadt muss selbst gestalten. Nehmen wir kurz zwei unterschiedliche Beispiele, wo das genau so gemacht worden ist: Frankfurt und Nagold.

Noch einmal: In Sindelfingen ist das bisher nicht angepackt worden. Warum? Es fehlten dazu die zielführenden strategischen Ideen für die Innenstadt: Welchen Charakter sollen je einzelne Bereiche der Innenstadt erhalten? Will ich irgendwo z.B. die Erinnerung an die industrielle Weberei in Sindelfingen erhalten? Will ich eine bewusst eigenwillige moderne Gestaltung dagegen setzen, um diese Spannweite der Stadt erkennen zu können? Die „Wirtschaftsförderung Sindelfingen“ kann in ihren Broschüren z.B. auf kein einziges Beispiel erwähnenswerter moderner Architektur in der Innenstadt verweisen. Wir verweisen auf die Homepage des Hotels „Erikson Sindelfingen“, die nicht einen einzigen Tipp für die Stadt Sindelfingen parat hat. (Das ist übrigens auch die schwierige Ausgangssituation bei der Diskussion um die Teilnahme Sindelfingens an der IBA 2027.)

Wir erlebten bisher unglaublich langwierige Erkenntnis- und Entscheidungsvorgänge. (Da erwähnen wir als Beispiel die langwierige, ergebnislose Debatte um den Bereich der unteren Planie, hinein in die sogenannte „Burg“; ein Bereich, dem die Verwaltung zwar selbst einen „Hinterhofcharakter“ zugewiesen hat – und das direkt am zentralen Marktplatz – wo aber noch kein einziger, das Gebiet neu prägender Gestaltungs-ansatz gefunden worden ist! Jeder kennt weitere Beispiele.

Und typisch erscheint uns drittens eine oft fehlende Sensibilität für spezifische Sindelfinger Themen. (Da nehmen wir das Beispiel „Hirsch“. (Hinweis auf Bild SZ Okt. 2000!) Wobei da durch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit anscheinend mittlerweile die auch emotionale Bedeutung dieser Traditionswirtschaft erkannt worden ist. (Weitere Bespiele: Schlanderer, Villa Lanz, „Traube“…)

Sie fragen nun mit Recht, wie unser Vorschlag für eine Strategie zur Entwicklung der Innenstadt aussieht.  Zur Erinnerung: Die Grundlage unserer Position ist es, dass die Stadt mit Gestaltungsprojekten in Vorleistung gehen muss!

Wir wollen zuallererst ein Prinzip aufzeigen, aus dem sich konkrete Vorschläge dann heraus entwickeln. Wir wollen fairerweise darauf hinweisen, dass dies in Ansätzen schon immer wieder versucht worden ist – alte Ausgaben der Sindelfinger Zeitung können das dokumentieren. Wir bringen dies heute in eine Systematik ein, die grundsätzlich gelten soll.

Deshalb sieht unser eigentlicher zentraler Vorschlag so aus:

Knotenpunkte (oder auch „Hot Spots“) in der Innenstadt aussuchen, entwickeln und verbinden.

Damit meinen wir konkret: Wir legen über wichtige Stellen der Innenstadt  8 oder 9 Hot Spots. Diesen Knotenpunkten, das ist jetzt das durchgängige Prinzip, werden nun besondere Funktionen zugeordnet, die sie für die Gesamtstruktur der Stadt entweder im Ansatz schon haben oder die sie entwickeln sollen. Alles, was dann für diese Bereiche entwickelt und gebaut wird, wird darauf überprüft, ob die ausgewiesenen Funktionen unterstützt werden.

Das Ergebnis wäre dann: Gebiete würden mit einem je eigenen Charakter entstehen, der bei den Sindelfingern und bei Besuchern dadurch Identität schaffen würde. Genau dies ist wichtig in Zeiten, in denen die selbstverständliche Identität mit der Stadt, in der man lebt, verschwindet. Dies muss ein immerwährendes Ziel der Stadtplanung, auch der politischen Debatte sein. (Da nützen belanglose Slogans nichts wie „Sindelfingen – moderne Stadt mit Flair“ oder „Modernität mit Augenmaß“ !)

Die wichtige Folge von diesem Prinzip ist es nun, dass ich mit einzelnen Gestaltungsmaßnahmen beginnen kann, wenn sie sich an den entwickelten Funktionen orientieren. Denn die erarbeiteten Funktionen gelten grundsätzlich und sehr lange. So entfällt das Argument „Wir können mit Gestaltungsmaßnahmen nicht beginnen, weil wir noch keinen Gesamtplan haben“. Nein, man kann immer loslegen mit einzelnen Maßnahmen, die zeigen, dass  man es mit der Stadtgestaltung ab jetzt ernst meint; dass die Tür zur Zukunft aufgestoßen ist.

Und nun werden wir wirklich konkret und lassen unsere konkreten Beispiele folgen:

Der Hot Spot „Marktplatz – il mercato“. Wir sehen diesen Platz als ein Beispiel, bei dem man mit einer Reihe von Vorschlägen schnell vorankommen könnte – wenn dieser Platz nach einer Lösung für die Tiefgarage wieder neu gestaltet werden muss. Aber unser Prinzip lässt sich hier trotzdem gut erklären.

Wie vorgeschlagen, muss jetzt natürlich eine Funktions-beschreibung folgen; in diesem Fall also:

  1. Mit dem Rathaus in der Nähe, der Bibliothek, der Galerie mit dem I-Punkt und dem Wochenmarkt noch immer der zentrale Platz Sindelfingens mit den Banken; es ist der Mittelpunkt der Stadt, die „gute Stube“. Von hier aus werden Entfernungen nach und von Sindelfingen aus gemessen.
  2. Die Anlaufstelle für viele Besucher (I-Punkt, Führungen, Treff von Hotelgästen).
  3. Informationszentrum durch die Buchhandlung und viele Informationsstände an Markttagen.
  4. Ein zentraler Verteiler: in die Altstadt, in die Mercedesstraße, in die Untere Vorstadt, in die Ziegelstraße, in die Vaihinger Straße, in den Alten Friedhof.
  5. Das ehemalige Rathaus mit seinem besonderen (in Sindelfingen einmaligen) Architekturstil des Klassizismus ist eines der heutigen Zentren der Kultur durch die städtische Galerie und seine Nachbarschaft von Oberlichtsaal und Bibliothek.

Ausgehend von diesen Funktionen wollen wir einige konkrete Gestaltungen vorschlagen, die als Denkanstöße dafür verstanden werden sollen: Wie könnten die Funktionen umgesetzt werden?

Um das Thema „Markt“ durch feste Strukturen umzusetzen, könnte man sich feste Marktstände mit integrierter Bewirtschaftung vorstellen – nennen wir das den Viktualienmarkt. Ein kleineres Bistro würde Besucher wetterunabhängiger machen – ein größeres italienisches Café aber würde den Platz in einen oberen politischen und einen unteren eigentlichen Marktplatz gliedern – und das nennen wir „Bar Mirabella“ – oder ähnlich. Historisch interessant wäre zum Beispiel auch ein malerisches, historisches Großfoto vom Sindelfinger Viehmarkt oder auch eine Plastik, die an diesen Viehmarkt oder auch an den ehemaligen Schafstall erinnert. Natürlich könnten hier auch heutige „Schwätzweiber“ stehen, mit dem Smartphone in der Hand.

Interessante große Windrose im Boden als Symbol der Zentralität mit Entfernungsangaben zu den Partnerstädten. Auch eine Erinnerung an ehemalige Ziegelei ist möglich (früherer Name des Marktplatzes war „Ziegelwasen“).

Kennzeichnung der wichtigsten Weiterleitungen in umliegende Areale durch bauliche Gestaltung (z. B. in die Altstadt hinein durch einen funktionalen aber auch symbolischen Bogen aus Glas, der in die Altstadt lockt oder durch eine spannende Aussichtsplattform. Man kann andere weiterleitende Einzelstrukturen schaffen: zur Mercedesstraße mit einer digitalen Infotafel oder zum Alten Friedhof mit einem „Grünen Tunnel“.

An der unteren Planie gestalten wir die ehemalige Front hin zum ältesten Teil der Altstadt (sogenannte „Burg“) durch eine Neubebauung mit starken Formzitaten von Stadtmauer und Eckturm, die einst hier standen. (Unter dem Haus Planie 1 ist die alte Stadtmauer noch vorhanden.)

Bitte wieder beachten: Das könnten also konkrete Beispiele sein, die die beschriebene Funktion des Platzes als zentrale Sindelfinger Anlaufstelle und als Verteiler bewusst unterstreichen würden.

Dieses Prinzip gilt natürlich auch für die Gestaltung der übrigen Hot Spots.

Diese sollen hier aber nur kurz angedeutet werden:  Ob es um das VoBa- und Postareal geht, das das neue Architekturzentrum Sindelfingens in modernster, nachhaltiger Qualität werden sollte – und damit ein Symbol für ein zukunftsorientiertes, selbstbewusstes Sindelfingen; ob es um den mediterran gestalteten Treffpunkt Wettbachplatz geht oder um den Bereich der Mercedesstraße, den wir uns in Form eines „Schwippe-Parks“ als Entrée in die Stadt vorstellen; oder um das Klostersee-Areal, das als Spazier- und Ausflugsziel auch an die uralte Sindelfinger Mühlengeschichte erinnern könnte und an das Café am See in der dort noch stehenden Jugendstilvilla Lanz – alle sollten so von der Stadt systematisch und durchdacht angepackt und Schritt um Schritt entwickelt werden.

Nehmen wir uns aber zum Schluss als ein zweites ausführlicheres Beispiel noch den „Hot Spot Altstadt“ vor, den wir „Eine Ahnung von der alten Stadt“ nennen wollen – und erwähnen danach auch das Stiftsareal um die Martinskirche herum.

Wieder fragen wir natürlich bei der Altstadt nach der Funktion für das heutige Sindelfingen und sind dabei bei einem komplexen Thema.

Denn die Altstadt ist ein Symbol für die alte Bauern- und Handwerkerstadt Sindelfingen. Wir sagen bewusst Symbol, weil die alte Stadt ja so nicht ausgesehen hat, wie sie sich heutzutage präsentiert: schmuck, aufgeräumt, sauber, malerisch. Aber auch in dieser Form hat die Altstadt in den letzten Jahren eine wichtige identitätsstiftende Funktion  geworden  – im krassen Gegenpart zum allseits bekannten Industrie-, Verkehrs- und Handelsknotenpunkt Sindelfingen. Auch Fassaden können eben starke emotionale Bindungen schaffen – der Mensch ist da sehr anpassungsbereit. Ein Hinweis für Stadtplaner.

Allerdings sollte versucht werden – um das „Erlebnis Altstadt“ zu verstärken – , für die Altstadt auch eine Aufenthaltsqualität zu entwickeln, eine Funktion, die sie im Augenblick nicht hat. Dazu gehört natürlich auch besonders die Aufwertung der Langen Straße als ehemalige „Hauptstraße“ des alten Sindelfingen, um eine Struktur in das etwas diffuse Altstadtareal zu bekommen.

Durch die Kleinheit und Bescheidenheit des alten, fast dörflichen Sindelfingen ist es nicht ganz leicht, die ehemalige Oberamtsstadt zu erkennen. Denn lange Zeit ist kein Wert darauf gelegt worden, Gebäude, die besondere Verwaltungsfunktionen und damit eine wichtige, auch überregionale Bedeutung gehabt haben, zu kennzeichnen und besonders zu pflegen und auch zu gestalten. Aber genau diese Häuser braucht man, um ein kulturelles Gedächtnis der Stadt zu schaffen. Denn Vergangenheit muss konkret sichtbar und erkennbar sein, um erfahrbar zu werden. Damit haben wir wieder der Altstadt eine Funktion zugewiesen: das kulturelle Gedächtnis.

Und verweisen wir schließlich darauf, dass daran gearbeitet werden kann, das optische Spiel und die Vielfältigkeit der Formen, die für Altstädte typisch sind, zu stärken. Damit machen wir einen Spaziergang durch die schönen Fachwerkhäuser und die Gassen zu einem spannenden Erlebnis immer wieder überraschender Entdeckungen und Blickbeziehungen – wie es in seiner Vielfältigkeit nur die Altstadt bieten kann – kein anderer Stadtbereich hat diese Funktion.

Wir deuten hier abschließend auch wieder nur einige Beispiele an, die eine konkrete Umsetzung dieser Funktionen schaffen könnten.

Im Umfeld des Alten Rathauses müsste ein platzartiger Aufenthaltsraum geschaffen werden, der durch gestalterische, kunsthandwerkliche Werke zu einem kleinen Erlebnisraum werden muss. Den kann der Besucher als Anlaufstelle und Zentrum und Aufenthaltsbereich und als Treffpunkt erfahren. Weitere bauliche Ergänzungen müssen den Charakter der Altstadt lebendiger machen: Bögen zwischen Häusern, Treppen, Stufen, ein magischer Brunnen; bildliche Ergänzungen zur Sindelfinger Geschichte und Kulturgeschichte und den Poetischen Orten (Themen: Bürgermeister-Gußmann-Stube, Präsentation der bemalten Rathausfenster, Thema Oberamtsstadt, alte Amtsschreiberei, versteckte Alltagsmagie usw.).

Die ehemalige Handwerker-, Bauern- und Kleinlädenstruktur sollte man andeuten, um eine kleine Ahnung vergangenen Lebens anzudeuten: z.B. durch ein Foto des Miniladens in der Hinteren Gasse; mit einer Kuh, die in den Stall will; mit einer Ecke für Handwerkergeräte (eventuell im Umfeld der Schmiede in der oberen Planie).

Unbedingt aber sollte die ehemalige Tübinger Universitätskellerei (das „Storchenhaus“) auch durch Gestaltung des Umfelds herausgehoben werden, um hier wenigstens auf eine der wenigen baulichen Besonderheiten zu verweisen, die den historischen Stadtcharakter Sindelfingens und eine gewisse überregionale Bedeutung einmal ausgemacht haben. Gerade auch das älteste Gebiet der Altstadt, das als ehemaliger Herrensitz „Burg“ genannt wurde, bietet sich als gestalterische Einheit, als eigener kleiner Stadtteil an, um vergessene Geschichte erfahrbar zu machen.

Und was hindert die Verwaltung eigentlich daran, in der Unteren Burggasse die fürchterliche Betonmauer mit ihrem verrosteten Geländer und dem unansehnlichen Parkplatz sofort anzupacken, sofort zu sanieren und gestalterisch zu ergänzen – um dadurch die sehr teure und aufwendige Sanierung des uralten Gebäudes Untere Burggasse 5 ihrerseits zu unterstützen? Warum akzeptiert der Gemeinderat eigentlich, dass die engagierten Sanierungen historischer Häuser durch ein fürchterliches Umfeld, für das die Stadt zuständig ist, so konterkariert werden, dass man sich fast schämen muss?

Schließen wir mit dem Vorschlag, dem Martinskirchen- und Stiftsareal den Namen „Wo der Geist weht“ zu geben und es bewusst zu einem meditativen Zentrum der Ruhe, der Nachdenklichkeit auszubauen – im bewussten Gegenpart zum südlichen Rand der Altstadt, dem lebendigen Wettbachplatz. Spiegel, ein Labyrinth, sanfte Klanginstallationen, Andeutungen des Kreuzgangs könnten durch eine „Unendlichkeitsmaschine“ ergänzt werden und sind durch einen pavillonartigen Eingang, der mit einem gewebten Dach die Webschule und den „Leinenburger“ verbindet, zu betreten.

Das sollen einmal unsere heutigen Vorschläge sein, über die wir gerne mit Ihnen diskutieren.

Aber noch einmal: Nur so kann unserer Meinung nach eine Sindelfinger Innenstadt entstehen, die interessante und erinnerungswürdige räumliche Bereiche aufweist, die möglichst viele Menschen zum Besuch verlocken – wie hier in Ludwigsburg; durch die dann der Einzelhandel gestärkt oder möglich gemacht wird. Die Stadt muss dabei endlich neue Sehenswürdigkeiten schaffen, da die alten leider oft verschwinden. Und sie muss dabei unbedingt auch an Angebote denken, die sich an die Jugendlichen richten. Denn sie sollen sich als Bürger dieser Stadt verstehen können.

Zum Schluss: Was erhoffen wir uns von dieser Präsentation?

Bitte diskutieren Sie, ob Ihnen das vorgestellte Prinzip der zu entwickelnden Hot Spots einleuchtet. Wenn ja, dann bringen sie dies in Ihre Gespräche ein, in denen Sie vor allem darauf hinweisen, dass nach diesem Prinzip die Stadt schon bald eine Vielzahl einzelner Maßnahmen ergreifen kann – ohne dass in jedem Fall schon eine Generalplanung endgültig erarbeitet worden ist. So ist zum Beispiel immer am Einzelthema untere Planie argumentiert worden, dass erst eine Generalplanung erarbeitet werden muss – Folge: Nichts wirklich eindrucksvoll Gestalterisches ist weit über ein Jahrzehnt lang geschehen. Ein solches Vorgehen muss sich schnellstmöglich ändern – bevor dort und woanders weitere Geschäfte aufgeben und die Innenstadt noch blutleerer wird.

— Ursula Zimmermann, Gert Zimmermann, Martin Schwab, Horst Weber, Klaus Philippscheck —