Gestaltungsvorschläge für Planiestraße 1

Die Initiative hat aufgrund einer Anregung des Leiters des Stadtbauamts Sindelfingen, Michael Paak, Vorschläge zur Gestaltung des Platzes Planiestraße 1 gemacht.

Es entstanden dabei zwei Entwürfe, die sich auch als Projekte der Stadt Sindelfingen für die IBA 2027 eignen.

Die Pläne können hier heruntergeladen werden:

Präsentation-Planiestraße-1.pdf

 

Das gläserne Stadttor „O Fortuna/Fiat Lux“

 

Der erste Vorschlag ist ein gläsernes Stadttor. Es besteht aus einem Sockel aus Kalksteinen, die Form und Größe von alten Stadtmauersteinen haben. Eventuell können sie aus der unter der Planie 1 befindlichen Reste der alten Stadtmauer entnommen werden. Darüber spannt sich ein Bogen aus Glasquadern, die ebenfalls in Größe und Form alten Stadtmauersteinen entsprechen.

Ein solches Tor wäre eine weltweit einmalige Sehenswürdigkeit, die eine enorme touristische Anziehungskraft für die Stadt Sindeflingen entfalten könnte. Gleichwohl symbolisiert es die Verbindung von Alt und Neu. Ohne des festen Grund des Alten kann das Neue nicht bestehen. Auf Vergangenheit folgt Zukunft, auf Erkenntnis Fortschritt, auf Vertrautheit Ungewissheit. Das Vergangene: alt, bekannt, grau, ein wenig trist, jedoch fest, unveränderbar, gewiss. Das Neue: bunt, vielfältig, spannend, jedoch auch flüchtig, leicht, zerbrechlich.

Zudem ist das Tor neben seiner einmaligen Form natürlich auch Tor, durch das man hindurchschreiten kann. Es liegt an der Grenze zwischen Altstadt und Neustadt und weist den Weg in beide Richtungen. Als östliches Ende bildet es neben der Städtischen Galerie eine optische beeindruckende Begrenzung des Marktplatzes. 

In den Glasquadern befindliche LED-Leuchten können für beeindruckende Lichtspiele genutzt werden.

Weitere Gedanken und Hintergründe zu dem Tor sind in den Plänen enthalten, die oben heruntergeladen werden können.

 

Aussichtsturm 

Der Zweite Vorschlag ist eine begehbare Aussichtsplattform.

In diesem Designvorschlag werden zwei wundervoll gegensätzliche Themen versucht zusammenzuführen – Beständigkeit und Vergänglichkeit. Beständigkeit – der Wunsch etwas für die Ewigkeit zu erhalten, ist ein Menschheitstraum der stetig verfolgt wurde.

Es wurden starke Festungen und robuste Bauten konstruiert, um unschlagbar und unvergesslich zu werden. Vergänglichkeit – sogar die starken Mauern einer Stadt verschwinden durch die zerstörende Wirkung von Kriegen oder durch Menschen, die den Wunsch haben ihre Stadt zu verändern.

In dieser Gestaltung kommen die beiden Themen zusammen: durch die Wiederverwertbarkeit der Komponenten bekommt dieses Objekt auch eine Art Beständigkeit. Die vorgefertigte leichte und starke Stahlstruktur mit einer Aussichtsplattform kann, wenn die Zeit gekommen ist, demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

Der erste Standort für dieses „Stadttor“ wird die Planiestraße 1 sein, wo sich die alte Stadtmauer mit einem Turm befunden hat und heute die Grenze zwischen alter und neuer Stadt ist. Zukünftige Standorte könnten andere interessante Schauplätze an der Grenze zur Altstadt sein, die es den Besuchern in Sindelfingen erlauben, die Geschichte der Architektur zu bewundern.

 

Ihre Meinung ist gefragt!

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