Gedankenaustausch mit der Leitung Stadtplanung Sindelfingen

Am Mittwoch, den 06.06.2017, trafen sich Horst Weber, Jürgen Stauch und Jimi Riegg von der Initiative mit dem Leiter der Stadtplanung Sindefingen, Michael Paak, und dem Leiter des Baurechtsamts, Stephan Retter, zu einem Gedankenaustausch über die weitere Innenstadtentwicklung von Sindelfingen. Herr Paak legte das Strategiekonzept einer externen Planungsgruppe vor, das allerdings schon aus dem Jahr 2002 datiert. Er will der Initiative eine Kopie dieses Konzepts zusenden, damit sich diese einen Überblick über die damaligen konzeptionellen Ideen verschaffen kann. „Es ist zwar schon alt, aber einige Dinge sind auch heute noch richtig“, so Michael Paak. Aber die Initiative habe schon recht, wenn ein aktuelleres Konzept gefordert würde, und man sei auch dran, den Plan zu aktualisieren. Auch die Notwendigkeit eines Gesamtkonzepts hält Paak für richtig und wichtig.

Nachdem Herr Paak nochmals darauf hingewiesen hat, dass es rein kommunalrechtlich schwierig sei, eine bürgerliche Initiative in stadtbaurechtliche Vorgänge mit einzubinden, das sei schlicht nicht so vorgesehen, die Grundentscheidungen hierzu treffe eh nicht die Verwaltung, sondern der Gemeinderat, so hat die Initiative ihrerseits nochmals klar gestellt, dass sie sich vor allem als Ideengeber und Inspirator für notwendige städtebaulichen Maßnahmen sieht.

Die Initiative trug die Idee vor, die geplante Sanierung der Marktplatz-Tiefgarage nur einstöckig auszuführen und unter der Mercedes-Straße, die zu einer Fußgängerzone mit Grünanlagen umgewidmet werden soll, eine weitere einstöckige Tiefgarage zu bauen, die ihren Zugang von einer unterführten Hanns-Martin-Schleyer-Straße erhalten soll. Damit ist der Zugang vom Bahnhof zur Innenstadt kreuzungsfrei zu Fuß durch eine parkähnliche Mischzone in wenigen Minuten zu erreichen.

Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang, so die Initiative, dass das alte Postareal in städtischer Hand verbleibt und die Stadt die Neugestaltung unter eigener Regie vornimmt. Die neue Mitte Sindelfingens, die hier entstehen wird, ist von so zentraler Bedeutung für die weitere Stadtentwicklung, dass diese nicht einem rein pekunär interessierten Investor überlassen werden kann.

Man kann sich ein Mischkonzept vorstellen aus Handel, Wohneinheiten, Kultur, Bildung. Es ist zu überlegen, ober nicht als zentraler Kern ein architektonisch attraktives Theater geplant wird, um das sich herum die restlichen Funktionen gruppieren und gliedern. Von zentraler Bedeutung ist die architektonische Gestaltung des neuen Viertels, die nur von einem städtebaulichen Rat, zum Beispiel eines Gestaltungsbeirats mit paritätischer externer Besetzung, geleistet werden kann. Ein privater Investor kann diese Gesamtschau des Dinge nicht im Blick haben, ist er im Übrigen seinen Kapitalgebern auch nicht schuldig.

Aber: Wir Alle sind die Stadt. Es ist unsere Stadt, die wir in Kernbereichen selbst gestalten wollen, sollen, dürfen und müssen.

Zum Schluss erhielt die Initiative von Herrn Paak noch eine Anregung: Die Stadt überlegt, was mit dem verfallenen Haus an der Planiestraße 1, das der Kommune gehört, geschehen soll. Die Initiative könne sich gerne Gedanken über die Gestaltung Platzes machen, die Option, dass das Haus abgerissen werden soll, ist ebenfalls denkbar. Der Zeithorizont dieser Lösung soll etwa 3 bis 5 Jahre betragen, bevor die Stadt grundsätzlich neu entschieden hat, was hier gebaut werden soll.

Die Initiative nimmt diese Aufgabe gerne an und wird schon recht bald konkrete Pläne für eine großartige, faszinierende und weltweit einmalige Idee vorlegen.

Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, dass das Haus abgerissen werden soll. Dies ist aber nur eine Option. Wir haben das korrigiert.

— Jimi Riegg —

 

 

 

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